Forschungsaufenthalt in Altranft, Brandenburg

Fotos Mirjam Lewandowsky

08./09.März 2021

Eintrag von Mirjam Lewandowsky

Im Oderbruch Museum Altranft startet bald die Saison. Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren. Diesmal konnte ich bei einer Programmentwicklungssitzung in teilnehmender Beobachtung dabei sein, mit Peter Herbert habe ich in ethnographischen Interviews über das Sammeln und mit Antje Scholz über ihre Arbeit als Kuratorin gesprochen und einen Dérive in der ländlichen Umgebung Altranfts gemacht. Ein immer wieder auftauchendes Motiv auf meinem Dérive sind „Zäune“ oder „Gatter“, die sowohl als durchlässige Grenzen, historische Zeugen oder als Index für industrielle Landwirtschaft gesehen werden können.

Der alte Zaun auf dem linken Bild befindet sich auf einem verlassenen Grundstück in der Nähe des alten Bahnhofs und hat die typische Ästhetik einer Alltagskultur, die an die Diskrepanz zwischen der propagierten Utopie und der tatsächlichen Produktionsverhältnisse der ehemaligen DDR erinnert. Denn viele dieser Zäune waren „Marke Eigenbau“. Der von einem Baum durchwachsene Zaun zeugt heute von diesen untergegangenen Alltagswelten.

Am anderen Ende des Dorfes halten Gatter rund 1000 Kühe an einem Ort zusammen. Von den Kühen hört man nicht ein einziges Muhen, wohl aber von den zahlreichen Traktoren und Maschinen, die dafür sorgen, dass die Tiere gefüttert und gemolken werden.

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