DÉRIVE

Um einen Zugang zu ästhetischen und affektiven Dimensionen des Raumes und seiner Situiertheit zu bekommen, wird neben ethnographischen Methoden und Verfahren künstlerischer Forschung, auch auf an den Situationisten orientierte Konzepte zurückgegriffen: die „Theory of the Dérive“ (Debord 2005 [1956]). Guy Debord führt den Dérive als ,Theorie des Umherschweifens‘ als untrennbare Erkundung psychogeographischer Natur und der Behauptung eines konstruktiven Spielverhaltens ein. Der Dérive/ das Umherscheifen ist keine Reise und auch kein Spaziergang.  Zentral ist der Zufall und ein sich treiben lassen, immer vor dem Hintergrund der eingangs festgelegten Spielregeln. Debord nach geht es – anstatt auf das Gewohnte zu achten – um einen Fortschritt, der sich erst durch eine Störung ausmacht, auf den sich wiederum der Zufall einspielt.

Debord, Guy (2005): Die Theorie des Umherschweifens [„Theory of the Dérive“ (1956)]. In: Der Architekt 11-12/05, S. 64–69.

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