Janna R. Wieland (Sc. M.) studierte „Kultur der Metropole“ und „Urban Design“ an der HafenCity Universität Hamburg. Zurzeit arbeitet sie im BMBF-Forschungsprojekt „Wasteland? Ländlicher Raum als Affektraum und Kulturelle Bildung als Pädagogik der Verortung“ (2020-2023) an der Kunstakademie Düsseldorf. Neben empirischen Forschungsprojekten zu Alltagskulturen im Urban Raum, insbesondere in Bezug auf Mobilität, Migration, Abhängigkeitsverhältnissen, atypischen Arbeitsformen, koordinierte sie im Projekt „Wohnbrücke Hamburg“ von 2015 bis 2017 die Unterbringung von migrierten Familien und Personen aus öffentlichen Unterbringungen in Privatwohnraum. Im BMBF-Forschungsprojekt „Transkulturelle Praktiken im postmigrantischen Theater und in der Schule“ (2016 bis 2019) arbeitete sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin mit den Schwerpunkten Sensorische Ethnographie, neomaterialistischen Ansätzen und der Entwicklung explorativer Methoden. In ihrer Forschung an postdramatischen und postmigrantischen Theaterproduktionen interessiert sie sich für die Denk- und Handlungsweisen, die sich in Aufführungen und Alltagsphänomen materialisieren. In ihrer Arbeit verwendet sie Darstellungen (Fotos, Zeichnungen, Mappings) als analytisches Werkzeug in der Feldarbeit und zur Analyse. In Ihrem Promotionsvorhaben „Wissen/s/formen. Prozesse der Darstellung: Sensorische Ethnographie an drei Theaterproduktionen“ steht die Analyse von empirischem Forschungsmaterial aus drei Jahren Forschung an drei Theaterproduktionen im Vordergrund, an denen sie analytisch mit sowohl textlichen, als auch auditiven und visuellen Ausarbeitungen (u. a. Bilder, Photographien, Zeichnungen, Collagen, etc.) in Hinblick auf ihre jeweilige (ästhetische) Wirksamkeit arbeitet. Im Projekt forscht Wieland an der (Jungen) Landesbühne Nord in Wilhelmshaven in Hinblick auf ihre instituierende Praxis und zur Frage, wie sich die beforschte Institution als in einem affektiven Spannungs-Gefüge stehend beschreiben lässt. Im Feldzugang zur Landesbühne und den zu erforschenden Dörfern arbeitet sie an neuen methodologischen und theoretischen Perspektiven (u. a. Affekttheorie, Raumtheorie, Landschaftstheorie), sowie mit partizipativen Methoden, etwa die Methode des „fragenden Voranschreitens“, dem „Dérive“, Interviewspaziergängen und Mapping-Methoden und vertieft hierdurch auch die methodologische Arbeit an ihrer Doktorarbeit.

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Janna R. Wieland (PhD)
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Kunstakademie Düsseldorf
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